Kurz vorm Ziel – Leon fiebert dem Ende entgegen #Tag 63

Hier melden wir uns nochmal kurz vor unserer Ankunft in Kassel. Die letzten Tage waren sehr vollgestopft, weswegen wir leider kaum Zeit zum Blog schreiben hatten und ihr deshalb hier auch nur ein kleines Update bekommt. Wie die letzte Woche verlaufen ist und was wir noch alles erlebt haben, könnt ihr dann in den nächsten Tagen lesen.

Freitag (09.06.17): So wie es das Schicksal will hat Leon seit gestern Fieber bekommen und seine Kräfte schwinden mit jedem Meter. Da wir schon am Mittwoch nur 71 km geschafft haben (bereits dort hat sich seine Krankheit angekündigt), haben wir es gestern irgendwie doch noch geschafft knapp über 100 km zu fahren. Dafür scheint Leon heute wie ausgepumpt, die Luft ist raus.

Die Morgensonne begrüßt uns auf dem brach liegendem Acker, der mit Mohnblumen übersät ist.

Wir überlegen gemeinsam, was wir nun tun. Leon meint „dann nehme ich eben für den Rest der Strecke den Zug“, doch irgendwie wollen wir das nicht wahrhaben. Wir haben es so weit geschafft und nun so kurz vor unserem Ziel aufgeben zu müssen, das kann nicht sein. So denkt Vincent nach und meint schließlich „würdest du es noch weiter schaffen, wenn ich deine Taschen nehme?“. Leon überlegt und lässt sich schließlich auf den Deal ein. Also packt Vincent Leons Hinterradtaschen oben auf seinen Gepäckträger und befestigt sie so gut wie möglich. Nun muss Leon wenigstens ein paar Kilo weniger mit sich rumschleppen, so steigt die Hoffnung ein wenig.

Viel mehr geht nicht, der Ständer von Vincents Rad ächzt unter der Last.

So rollen wir die ersten Meter noch relativ entspannt runter nach Leinefelde. Von dort aus geht es zum Glück recht eben nach Heilbad Heiligenstadt. Auf dem Weg dorthin stoßen wir auf den Weg, den wir auf unserer Probetour nach Erfurt im März gefahren sind. Ein lustiges Gefühl auf dem gleichen Weg in die verkehrte Richtung zurück zu fahren. Wir merken sowohl an der Landschaft als auch an den Ortsnamen, wie wir unserer Heimat immer näher kommen.

Über das Wetter können wir uns an diesem Vormittag wahrhaftig nicht beschweren.

Genau auf dieser Bank in Heilbad Heiligenstadt saßen wir schon auf unserer Probetour im März…

… knapp drei Monate früher noch im kühlen Frühling.

     

Gegen Mittag erreichen wir dann schließlich Witzenhausen, ein wenig erleichtert, dass wir doch voran kommen. Leon legt eine kurze Pause ein um alle seine nicht mehr vorhandenen Kräfte für die Weiterfahrt zu mobilisieren. Da wir beide, aber vor allem Leon, nur noch ankommen wollen fahren wir den Werratal-Radweg weiter bis nach Hann Münden. Mit letzten Kräften schafft es Leon bis auf eine Bank vor den Toren Hann Mündens und sinkt ermattet nieder.

Leon liegt flach auf der Bank während sich ein Unwetter ankündigt.

Während Leon sein Bestes versucht sich ein wenig zu regenerieren und für die letzten Kilometer bis zum geplanten (geheimen) Schlafplatz kurz vor Kassel Kraft zu tanken, kauft Vincent beim Bäcker fürs Mittagessen ein…

Es ist nicht mehr weit, wir sind fast am Ziel!

P.S. Wer uns morgen gerne auf unseren letzten Metern begleiten möchte ist herzlich dazu eingeladen mit seinem Rad nach Spiekershausen zu kommen. Dort werden wir gegen 10 Uhr ankommen und uns spätestens um 11 Uhr auf dem Weg zum Friedrichsplatz im Herzen Kassels machen. Treffpunkt in Spiekershausen ist direkt am Fuldaradweg bei der Gaststätte Fuldagarten. Wir freuen uns auf jeden, der kommt!

Für alle, die nicht dabei sein können: Wir kommen gegen 12 Uhr auf dem Friedrichsplatz an und werden dann morgen Nachmittag auch bei der Sondersendung des HR (Hessischen Rundfunk) zur documenta 14 zu sehen sein 😉

4 Gedanken zu “Kurz vorm Ziel – Leon fiebert dem Ende entgegen #Tag 63

  1. Friedrich Trier

    Das mit dem Fieber könnte eine Allergie sein. Seit Mittwoch fühle ich mich auch fiebrig, ohne wirklich Fieber zu haben, die Bronchen, Nasennebenhöhlen und die Eustachschen Röhren brennen.
    Vielleicht hilft Cetirizin, rezeptfrei. Erst mal eine Halbe nehmen und im Mund zergehen lassen. Schmeckt furchtbar, aber die Wirkung setzt schneller ein.
    Bin morgen ganz vielleicht am Fridericianum.

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