Von Touris und Touring

Nach der Ankunft in Athen mussten wir ersteinmal die Stadt bestaunen.. deshalb ein kleines Päuschen in der Berichterstattung 😉 Für alle, die schon in Athen gewesen sind, mag es nichts neues sein, doch wir waren sehr erstaunt, dass die Stadt selbst als (ausdauernder) Fußgänger gut zu erschließen ist. Deshalb sind wir in den beiden vollen Tagen in der Stadt nicht mit dem Rad unterwegs gewesen.

Donnerstag: Nach erholsamen sechs Stunden Schlaf sind wir voller Tatendrang. Ohne zu zögern entschließen wir uns dazu, den Touristenmagneten schlechthin zu besuchen – die Acropolis. Den Beginn der Bauarbeiten am Friedrichsplatz in Kassel haben wir in der letzten Woche interessiert mitverfolgt und die größe des Kunstwerks (sowohl in Kassel als auch in Athen) ist sehr beeindruckend. Der Preis für einen Besuch auf dem Berg ist allerdings auch beeindruckend.. als Nichtstudent zahlt man 20€ Eintritt. Die Aussicht über die Stadt entschädigt dann aber alles! Ähnlich wie in viele mediterrane Stätdten ist auch in Athen sehr dicht gebaut mit wenig grün…

Die Aussicht ein Stück unterhalb des Gipfels ist auch schon sehr beeindruckend..

Durch die Altstadt schlendern wir zurück zum Hotel, unterwegs finden wir bei einem der vielen Imbisse im Fußgängerviertel eine Falafel zum Mittagessen. Wir befinden uns zwar in einem anderen Land, doch in der Stadt zu sein bewirkt bei uns ein Gefühl von Unwirklichkeit. Es gibt zwar jede Menge Unterschiede zu Deutschland, wirklich anders ist das Feeling aber noch nicht..

Nach einer kurzen Mittagspause machen wir uns daran, die Räder auszupacken und wieder Reisetauglich zu machen.. das ist weniger aufwändig als zunächst angenommen. 😀 Also auf zu einem Internetcafé ein paar Straßen weiter. Leons kurz vor knapp errungenes Navi muss noch mit dem Kartenmaterial, was wir vor der Abreise über Komoot erstellt haben, bestückt werden. Zum Glück klappt alles reibungslos, sodass wir das Touriprogramm entspannt fortsetzen können. Zum Parlament, in einen sehr schönen Sonnenuntergang hinein. Vor dem Parlament haben sich ein paar Straßenkünstler aufgebaut und machen Musik, sprayen Bilder und verbreiten eine gute Stimmung.

Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen, indem wir schonmal ein bisschen Fahrradtourfeeling verbreiten. Auf dem Balkon von unserem Hotelzimmer packen wir den Campingkocher aus und kochen Wildreis mit einer schmackhaften Gemüsesoße.. noch in der Luxusvariante 😉 

Freitag: Heute wird ein Pressetag. Um neun stehen wir auf der Matte und begrüßen ein Filmteam vom hessischen Rundfunk. Zur documenta14 in Athen wird einiges an Videomaterial gesammelt, unter anderem auch ein Einblick von unserer Tour, der im Juni ausgestrahlt werden soll. Danach machen wir uns auf den Weg, um den zweiten Berg zu erklimmen – Lavikatos. Auf gut Glück laufen wir in Richtung Berg und finden einen schönen Aufstieg mit vielen Wildblumen und einer immer großartigeren Aussicht. Unterwegs begegnen wir einem älteren Mann, der ganz gut deutsch sprechen kann. Er erzählt uns, er habe auf dem Berg die Vegetation erforscht und über 600 verschiedene Arten entdeckt – wie er meint, so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt auf so einer kleinen Fläche – darüber lässt sich vermutlich streiten.

Oben auf dem Berg finden wir nicht die erwartete Moschee, ( wie auch immer wir darauf gekommen sind? 😀 ) sondern eine christliche Kapelle. Den Ausblick genießend unterhalten wir uns mit einem Paar aus Italien und Estland sehr nett über unsere Tour – Er ist selbst Fahrradmechaniker und beide sind schon Radtouren gefahren. Eine coole neue Begegnung!

Am Nachmittag treffen wir uns noch mit Madlin. Sie kommt aus Deutschland, studiert in Athen und arbeitet dort nebenbei bei einer deutschen Zeitung, für die wir ein Interview geben. Obendrein bekommen wir ein Paar Insidertipps für Orte in der Stadt, die wir besuchen sollen. Leider reicht die Zeit nicht mehr für alles aus, aber wir spazieren durch das Viertel nahe unserem Hotel (Psyri), das wir bisher nicht näher in Augenschein genommen haben. Sehr viele Graffitis, noch mehr Bars, Cafés und Restaurants und unglaublich viele Menschen gibt es hier. 

Um den letzten Abend würdig ausklingen zu lassen, setzen wir uns in ein kleines Lokal, in dem wir eine Menge grichischer Spezialitäten aufgetischt bekommen – sogar ganz ohne Fleisch! Danach geht es wieder ins Hotel, packen und letzte Vorbereitungen treffen…

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